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History of  "FUTURE RUN"
Life on the road! TY-Oerny!
On The Road!
Es ist vollbracht: FUTURE RUN ist "on the Road" - und mit ihm auch Oerny B. Lunke, Airbrush-, Marketing-, Multimedia- und Lebenskünstler und nicht zuletzt auch gefürchteter Besucher auf Harley-Treffen aller Art, wo er mit seiner Kamera auf Motivsuche ist. FUTURE RUN ist  wie kein anderes Bike Projekt mit HIGH PERFORMANCE verbunden. Die Geschichte geht mit allen Höhen und Tiefen über fast drei Jahre - drei Jahre der Entwicklung und der harten Arbeit... FUTURE RUN, Ein Custombike Projekt dieser Art hat es in Deutschland noch nicht gegeben und wird sich so schnell auch nicht wiederholen: "Das Ziel war ein Custombike, in dem die besten Teile der innovativsten deutschen Customizer und Spezialisten vereint werden", erklärt TY-Oerny, "neue Produkte, neue Ideen und neue Impulse für die Custombike-Szene zu entwickeln und in die Tat umzusetzen". Ein Schub an Innovation und Erfahrung für die beteiligten Firmen - und natürlich eine ideale Promotion für die beteiligten Customizer, deren Leistung im "Endprodukt" entsprechend gewürdigt wird. Nicht alle der Namen die von Anfang an am Projekt eingebunden waren, sind den Weg auch bis zum Ende gegangen, nicht alle haben die in dem Projekt steckenden Marketing-Möglichkeiten erkannt. Endlose Nächte hinter dem Computer, beim Entwerfen neuer Anzeigen, Flyer und Poster für das Motorradprojekt steckte Oerny als Gegenzug zu den verbauten Teilen in das Bikeprojekt - für den sich selbst multiplizierenden Promotioneffekt hätten die Firmen normalerweise Tausende von Mark auf den Tisch legen müssen.

Foto HRF / UNDERCOVER Model

FUTURE DESIGN
Für ein Projekt dieser Ausmaße braucht man langen Atem und stahlharte Nerven - und davon hatte Oerny genug. Von der "Stage I" Designstudie auf einem groben Computerausdruck bis zum rollenden Performance-Kunstwerk dauerte es fast drei Jahre. Der Begriff "Kunstwerk" ist übrigens wörtlich zu nehmen: Schon die etwas modifizierte TY-CULTURE Softail, mit welcher der anerkannte Künstler auf den Treffen der letzten Jahre für frischen Wind (und Gummiqualm) sorgte, wurde von der Steuer als Kunstwerk angesehen - weshalb die Teile auch vor dem Verkauf wieder demontiert werden mußten! Lähmend lange Wartezeiten auf verschiedene Komponenten zogen die Fertigstellung der Maschine in die Länge - eigentlich hätte die Maschine in der finalen Version schon in Daytona über die Mainstreet rollen sollen. Daytona 1997 wohlgemerkt...  Es ist müßig, über die Probleme zu räsonieren - die Ergebnisse der zuverlässigen Customizer, die selbst einiges von ihrem "Herzblut" und großes Engagement in das Projekt gesteckt haben, sprechen für sich. Customspezialisten aus ganz Deutschland unter einem Hut zu vereinigen verlangt nach er Sensibilität eines Doktors - und manchmal der Peitsche eines Dompteurs. Ende 1995 entstand die erste Designstudie auf Oernys Bildschirm, in der Linienführung dem endgültigen Bike schon recht ähnlich. Nach den Designvorgaben von Oernys Computerentwürfen und Skizzen entstanden bei den Firmen die einzelnen Komponenten des futuristischen Renners. Absolute Straßentauglichkeit war die Vorgabe Nummer Eins, sollte doch das Endprodukt, Originalton OBL: "Mindestens 100.000 km ohne Probleme absolvieren" Back to the Road ist sein Motto und wer möchte für die Touren zu den europäischen Bikertreffen schon ein "Einweg-Motorrad", hin auf zwei Rädern und im Transporter zurück? An einem Tag nach Ibiza oder nach Schweden war für Oerny noch nie ein Problem - Rucksack auf den Buckel, Techno-Kassette in den Walkman und Hahn auf. Trotz seines extremen äußeren ist "FUTURE RUN" ein maßgeschneiderter Tourer mit dem sich bequem längere Distanzen absolvieren lassen. Die Sitzposition ist bequem und der nach hinten gekröpfte Lenker bietet alle Annehmlichkeiten für den Wochenendtrip ins bikende Nirvana oder wo immer sich die V-Twin fahrende Fangemeinde gerade versammelt...

Technisch orientiert, fahrbar!

 FUTURE TECHNIC
Das erste "rollende Chassis" der ersten "Stage II" Version wurden auf der Testfahrt nach Ibiza im August 1997 auf Herz und Nieren getestet. Das "Herz" der Maschine stammt von keinem Geringeren als Bernd Kramer, europischer Top-Gas Dragster Champion und unter den Motorenspezialisten ein PS-Zauberer mit legendärem Ruf. "Den Motor wollten fast alle aufmachen, die sich an dem Projekt beiteiligten", grinst Oerny, "doch die Maschine läuft wie ein Uhrwerk und hat mehr als genug Leistung und Drehmoment - da laß' ich keinen ran!" Die knapp ca. 100 PS am Hinterrad zog Bernd aus einem "kleinen" 1.540er S&S Motor mit Feuling Vierventilköpfen. Die JE-Kolben wurden vom Milwaukee Iron Shop überarbeitet und zusammen mit Pleueln und Kurbelwelle aufs Exakteste ausgewogen und feingewuchtet. Eine Crane Nocke öffnet dem vom Mikuni angemischten Lebenssaft die vier Ventile, die Beatmung erfolgt durch den langen X-TREM Rüssel. Markus Höpfl, dessen zuverlässigen Servive Oerny in Laufe des Projekts besonders zu schätzen wußte, baute auch den futuristischen Luftfilter mit KüryAkin Anleihen, welcher beim Fahren dennoch genügend Beinfreiheit gibt. Udo Walser von GIOVANNIS bog mit schwungvoller Hand die Edelstahl-Kunstwerke, mit denen die ihrer Leistungsfähigkeit beraubten Abgase in die Freiheit geleitet werden. Die Bikeschmiede aus dem Allgäu war auch maßgeblich an der Fertigstellung der "Stage II" Version beteiligt, wie sie auf der Custom PERFORMANCE '97 zu bestaunen war. Supertrapp Dämpfer sorgen für den TÜV-gerechten und dennoch prägnanten Soundtrack, welcher das "Rolling Piece of Art" zu einem Multimedia-Genuß für alle Sinne machen. Der Primärantrieb verblieb "stock", wohl auch der Praxis wegen. "Warum soll ich meine Hosen in offen laufenden Riemen riskieren", meint Oerny, "schließlich ist der Serienantrieb auch für 100.000 Meilen gut." Das Getriebe stammt vom Balinger Motorspezi SCS Ralf Ebergen. Die Lebensdauer der Pro One Clutch (Tip sehr gut) (Kupplung) ist hervorragend! Trotz des breiten Schlappens wird die Endübertragung von einem wartungsarmen (und Ruck-Dämpfenden) Riemen übernommen, welcher die angebotene Leistung letztendlich in Vortrieb umsetzt...
 

Part Design!
FUTURE PARTS
Das Nummernschild lautet S - TY und im Fahrzeugschein ist als Hersteller TY-CULTURE vermerkt. Zulassung auf TY-Oerny. Eine ellenlange Eintragungsliste hängt aus dem Lappen und läßt jeden Polizisten schier verzweifeln, weil auch der letzte Klecks auf der Befestigungsschraube der Beltabdeckung eingetragen ist. Hier blieb nichts dem Zufall überlassen. Schon früh entschied sich Oerny bei der Rahmenwahl für das Zassels-Fahrwerk und den dafür entwickelten Öltank mit Kühlluft-Durchlässen. Auch die Dragstyle-Schwinge wurde von Volker Schloß für den 200er Breitreifen-Umbau mit 7 Zoll Felge entworfen. Die restlichen Designer-Arbeiten wie Fender, Airdam, Heckteil und Tank wurden von Mr. X-TREM Markus Höpfl gebaut, letzterer in Co-Operation mit Oerny. Die Kühlluft-Durchlässe im Tank sind mehr als Show: Sowohl die seitlichen, als auch die oberen Luftkanäle führen Frischluft zum hinteren Zylinder, wo sie in heißen Gegenden dringend gebraucht wird. Nachdem die Teile in der ersten Projektstufe getestet wurden, schlugen TY-Oerny und Oliver Fink, bei der 2.Stufe zu: Der Öltank wurden mit dem Rahmen zu einer harmonischen Einheit vereint sowie der Lenkkopf verzinnt  - all dies natürlich in Tag- und Nachtschichten, (wieder mal) im vollen Zeitstreß. Zwei Wochen vor der ersten Präsentation auf der MAXIMUM in Köln schrubbelte ein fröhlicher Oerny im Garten vor seinem Schuppen an einem unlackierten Rahmen die Glasfasermatten glatt: "Hör uff, daß werden wir schon in den Griff kriegen!". Und tatschlich: Unzählige Nachtstunden und einige 100 Liter Kaffee später stand das Bike nicht nur auf der ersten Show, sondern rollte am folgenden Wochenende auch noch zum SWISS MOUNTAIN RIDE nach Zug. Die Räder dafür lieferte die 1996 bestehende Zusammenarbeit zwischen RST-Performance Parts und GIOVANNIS, welche nach einigen Geburtswehen die massiven KO-Wheels Billet-Räder erbrachte. Auch hier war FUTURE RUN ein Impulsgeber in Sachen Styling und Performance. Die Upside-Down für den 130er Schlappen vorne wird von extrabreiten 320 mm Alubrücken geklemmt - gefräst vom Custom-Pabst persönlich in der Werkstatt vom VATICAAN. Letzterer lieferte auch Griffe und Fußrastenanlage für das Projekt.

Sonnenbrille!!!!! Jeeepy!
FUTURE PAINTING
"Für die neue Lackierung hab ich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkasse gebraucht, schon der Basislack brennt dir die Netzhaut aus", begeisterte sich Oerny schon fünf Tage, nachdem ich ihn in einem Haufen von Schleifstaub vor seiner Garage zurückgelassen hatte, "bring deine dunkelste Sonnenbrille mit nach Köln!" Dementsprechend vorgewarnt rückte ich mit Schweißerbrille gewappnet auf der MAXIMUM ein und rannte erst mal ein paar Leute um, bevor ein neongelber Lichtschrei den Weg anzeigte. Man kann denken was man will, aber einen eigenen Stil hat das Lackdesign schon. Für manchen vielleicht etwas zu eigen, aber diese Maschine wird nicht übersehen - und Probleme beim Wiederfinden hat Oerny auch nicht. In bester Tradition des TY-CULTURE Bikes und des "Team 69" Dragsters griff der Meister der Luftpistole auch hier zu lasierendem grün und blau, um die grelle Neon-Grundierung mit ungleichmäßig akzentierenden Motiven aufzulockern. Grobe Spritzer dick angemischten Weiß, mit derben Pinsel aufgekleckert, geben der Lackierung etwas dreidimensional plastisches und erinnern an die unvermeidlichen Farbnuancen auf den eigenen Wohnzimmermöbeln, wenn man beim Rollen der Decke vergessen hat die Möbel abzudecken. Den finalen Akzent im metaphysischen Sinne symbolisieren die gelegentlichen aufgetröpfelten roten Kleckse, welche für "Blut, Tränen und Schweiß" stehen, im Laufe der Projektdauer reichlich geflossen. Aber fragt lieber Oerny nach dem tieferen Sinn, der hat immer eine passende Antwort parat: "Ich hatte keinen Bock auf eine 08/15 Lackierung wo man immer polieren oder putzen muß - das ist ein Motorrad zum Fahren!" Und tatsächlich: Platzt mal irgendwo ein Stück Farbe ab, kann man entweder nachklecksen oder es als "Reifeprozeß" des Gesamtkunstwerks betrachten - bei welchen Custombike kann man das noch?

FUTURE PLANS
Ganz in Gegensatz zu den meisten Customizern, die sofort das nächste Projekt anspringen, ist bei Oerny erst mal Pause vom Werkeln: "Ich will jetzt endlich fahren, fahren und nochmal fahren", ist der Kommentar auf diesbezügliche Anfragen, ergänzt von einem seufzenden "es wird auch so noch genug zu tun geben". Dafür hat er in Sachen Promotion des fertigen Bikes jetzt Tag und Nacht zu tun. Im ersten Jahr wird es mit den 100.000 Kilometern noch nicht klappen, aber Superrally, Atlas Race Days, Faaker See, German Bike Week, Freewheels, Ibiza Bike Week und natürlich die Custom PERFORMANCE '98 in Bad Salzuflen stehen auf dem Programm. Auf letzterer wird sich Oerny B. seinen zweiten Lieblingsprojekt widmen: Die TY-CULTURE Bikeshow zeichnet sich schon jetzt als eine der größten Custom-Shows auf europäischen Boden ab und man wird mit Interesse sehen, wie FUTURE RUN die ersten 20.000 Kilometer auf der Straße des Lebens überstanden hat.

Mitte Juni 99 waren 38.700 km auf dem Tacho. BMB Motocyleshop in Vöhringen nach erste Inspektion sowie genau Detailösungen.

 "Letztendlich geht es aber doch ums fahren", gibt Oerny unumwunden zu, "back to the road" war schon immer das Motto, der Spaß und die Freude am Fahren ist was zählt!" Und wer den Projektnamen "FUTURE RUN" richtig zusammenkürzt, weiß um was es eigentlich geht:
Let's have some FUN on the road!



03/2001
(KM Stand Bike 48.000 KM • Neuer Tacho Mech. 4080 km)
Bremsenüberarbeitung und Elektrik durchchecken und es geht wieder los,
Back to the road!


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